1291 wird das Maderanertal erstmals unter dem Namen Chärsolental in einer Urkunde erwähnt. Später wurde auch das Tal unter den Namen Ruplettental bekannt. 

Das Wort Rupletten bedeutet rauh und karg. Im 15 Jahrhundert erlangte das Tal durch den Bergbau grossen Aufschwung. Die Bergherren Madran stammten aus dem gleichnamigen Dörfchen Madrano bei Airolo. Der bedeutendste Bergherr unter ihnen war der Hauptmann Hans Jakob Madran, genannt Madrano. 

1576 erhielt er mit Romanus Bässler an der Landsgemeinde zu Bötzlingen für 100 Jahre das alleinige Bergbaurecht in der Gemeinde Silenen, sei es auf Gold, Silber, Kupfer, Blei, Eisen und alle Erze und Metalle. Die Abbaustellen auf Eisenerz befanden sich vorwiegend im Windgällengebiet des Maderanertales, sowie am Westhang des Bristenstockes. Das Erz wurde in der Obermatt geschmolzen, wo sich noch heute der im Jahre 1966 restaurierte Schmelzofen befindet. 
 

Die Eisenmassen wurden nach Amsteg in die grosse Hammerschmiede, die im Mühlemätteli stand, transportiert. 

Daraus wurden verschiedene Werkzeuge, Kugellehren, sogar Granatmodelle für Kriegswerkzeuge hergestellt. Das Ende der Bergbauepoche setzte die Wasserkatastrophe von 1843 mit der Zerstörung der Werkanlagen. 

Die Bristner, die beim Bergbau arbeiteten, nannte man auch die Madraner. Zu Ehren von Hans Jakob Madran und als Anerkennung für seine geleistete Arbeit gab man dem Tal den Namen Maderanertal.

Der bekannte Maler und Schriftsteller Ludwig Lussmann, der seine Wurzeln in Bristen hat, wollte mit seinem historischen Volksstück «Madrano» dem Hauptmann Madran ein Denkmal setzen. Das Stück hat er auch seiner Heimat, dem lieben Maderanertal und dem Bergvolk von Bristen gewidmet.